Presseartikel 2015

Hildigund Neubert in Expertenkommission des Bundestages zur Zukunft der Stasiunterlagenbehörde berufen

Vorsitzende des Bürgerbüro e.V. tritt Nachfolge von Rainer Wagner an

Die frühere Thüringer Landesbeauftragte für die Stasiunterlagen Hildigund Neubert wurde am 26.5.2015 zur Nachfolgerin von Rainer Wagner in die „Expertenkommission des Bundestages zur Zukunft der Stasiunterlagenbehörde“ berufen. Mit Rainer Wagner als bisherigem Vorsitzenden der UOKG und der VOS war eine wichtige Stimme für die Opfer der DDR-Diktatur aus diesem Gremium ausgeschieden.

Damit vor allem die Interessen der Opfer gewahrt bleiben, wenn über die Zukunft der Stasiunterlagenbehörde politisch entschieden wird, nahm Hildigund Neubert als ausgewiesene Expertin und Persönlichkeit aus der Bürgerrechtsbewegung und Aufarbeitungslandschaft die Berufung in diese Kommission an.

Hildigund Neubert war von 2003 bis 2013 Landesbeauftragte des Freistaates Thüringen für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der DDR und bis Dezember 2014 Staatssekretärin in der Thüringer Staatskanzlei. Seit März 2015 ist sie Vorsitzende des Bürgerbüro e.V. zur Aufarbeitung für Folgeschäden der SED-Diktatur, in dem sie bereits von 1997 bis 2003 als Mitarbeiterin tätig war.

„Ich hoffe, dass diese Kommission zu einem Ergebnis kommt, das die Aufarbeitung der SED-Diktatur stärkt und deutlich macht, dass die Verantwortung dafür der Bundesrepublik Deutschland insgesamt aufgetragen ist. Jede vorgeschlagene Veränderung am Gesetz muss befragt werden, ob sie eine substantielle Verbesserung gegenüber der jetzigen Praxis und Rechtssituation bringt.“ sagte Neubert.

Pressemitteilung vom 01.01.2015